Fettlösliche Vitamine


Vitamin A Retinol

Funktion

Bestandteil des Sehpurpur, Wachstum und Bildung der Haut, Antioxidantien, Synthese von Hormonen, Produktion von Erythrozyten, Myelinsynthese, Knochen-wachstum- und Heilung

Erhöhter Bedarf

Wachstum, Stress, Infektionen, Trauma, Sonnenunverträglichkeit, Malabsorption von Fetten, Neugeborenen, Medikamenten, Diabetes, Hypothyreose, hoher Alkoholkonsum, Rauchen, Luftverschmutzung und hoher Verzehr von Proteine


Folgen bei Mangel

Trockenheit der Augen, Nachtblindheit, Austrocknen der Haut, trockene spröde Haare Nägel, Infektionsanfälligkeit, verringerte Sinneswahrnehmung, Müdigkeit, Anämie, Wachstumsstörung, erhöhtes Krebsrisiko, Gefahr von Nierensteinen

Vorkommen

Leber, Eigelb, Butter, Rahm, Sesamöl.
β-Carotin;
Karotten, Kresse, Spinat, Brokkoli, Fenchel, Tomaten, Aprikosen, Mango, Melone, Pfirsich, sowie andere grüne, rote, gelbe Gemüse und Obstsorten


 

Hohe Dosen Retinol können schwere toxische Schäden hervorrufen, Kinder sind besonders anfällig. Frauen mit Kinderwunsch, Schwangere oder Stillende sollten daher keine Leber essen. Dosen von mehr als 3mg können Geburtsfehler hervorrufen, auch wenn sie nur eine Woche lang zu Anfang der Schwangerschaft eingenommen werden. Die Gesamtdosis sollte während der Schwangerschaft 0,75mg nicht übersteigen.

Hohe Dosen von Vitamin A (Retinol) erhöhen das Risiko bei Rauchern von Lungenkrebs.

Anzeichen für eine toxische Reaktion
Schmerzende Knochen, geschwollene Gelenke, Schwindel, Erbrechen, Durchfall, Kopfschmerzen, verschleierte Sicht, Vergrösserung von Leber und Milz, Hypothyreose, Hypercalcämie, auch trockene Lippen, Haut und Haarausfall.

 

Gilt nicht für β-Carotin (Vorstufe für Vitamin A)

Es gibt keine Anzeichen dafür, dass natürliches β-Carotin, in welcher Menge auch immer irgendeine Schädigung verursacht. Die Umwandlung von β-Carotin in Retinol wird vom Körper streng reguliert.


Vitamin D Cholecalcipherol (D3)

Funktion

Resorption von Calcium Phosphat, Einlagerung von Mineralien, Zell- wachstum- und Entwicklung, Mobilität der Leukozyten.

Erhöhter Bedarf

Bei längerer Bettlägerigkeit, Alter vegetarische Ernährung, ungenügende Sonnen- Einstrahlung, chronisches Nierenleiden Malabsorption von Fett.


Folgen bei Mangel

Schwache Erys, Degeneration von Nerven- zellen, Muskelschwund, Atrophie der Geschlechtsorgane und Infertilität. Erhöhte Gefahr für Krebs, Arteriosklerose, Arthritis und Katarakt.

Vorkommen

Haselnuss, Walnuss, Mandeln, Keime, Butter, hochwertige Pflanzenöle; Weizenkeimöl, Distel- öl, Traubenkernöl, Vollkorngetreide, Spargel, Schokolade.


Hohe Dosen von Vitamin D können bei Kindern zu Hypercalcämie und Calciumeinlagerung im weichen Gewebe führen. Regelmässige Einahmen von mehr als 1000 μg täglich kann bei Erwachsenen zur Verkalkung der Nieren und weichem Gewebe führen. (Functional Food ist oft  mit Vitaminen angereichert, es ist daher leicht den Bedarf zu überdosieren).

 


Vitamin E Tocopherol (Alpha-, Beta-, Gamma- und delta- Tocopherol)

Funktion

Antioxidants Antithrombosemittel

Erhöhter Bedarf

Hoher Alkoholkonsum, Medikamente, Malabsorption von Fetten bei Neu- geborenen, die ausschliesslich gestillt werden


Folgen bei Mangel

Blutgerinnungsstörung, kleine Mengen Blut im Stuhl, Neigung zu Hämatomen, Beeinträchtigung des Knochenaufbaus

Vorkommen

Schnittlauch, Weizenkeime, Knollen- sellerie, Hagenbutte, Eier, Butter, Kalbsleber, Rosenkohl, Spargel


 

Menschen, die Antikoagulanzien (Blutverdünner) einnehmen, sollten bei höheren Dosierungen Vorsicht walten lassen. Vitamin E kann die Wirkung dieser Medikamente verstärken und die Vitamin K abhängigen Gerinnungsfaktoren verringern. Vitamin E kann die Wirkung des Insulin verstärken und in seltenen Fällen eine Hypoglykämie (Unterzuckerung) hervorrufen. Diabetiker sollten daher die Dosierung beachten. Vitamin E kann sehr schnell selbst zum freien Radikal werden, nachdem es als Antioxidants wirkte.

 


Vitamin K Phyllochinon (pflanzlich) und Menachinon (tierisch und bakteriell)

Funktion

Blutgerinnung Co-Enzym für strukturelle und regulatorische Proteine im Knochen

Erhöhter Bedarf

Hoher Alkoholkonsum, Medikamente, Malabsorption von Fetten bei Neugeborenen, die ausschliesslich gestillt werden


Folgen bei Mangel

Blutgerinnungsstörung, kleine Mengen Blut im Stuhl, Neigung zu Hämatomen, Beeinträchtigung des Knochenaufbaus

Vorkommen

Schnittlauch, Weizenkeime, Knollensellerie, Hagenbutte, Eier, Butter, Kalbsleber, Rosenkohl, Spargel


 

Es gibt keine Berichte über toxische Wirkungen von Vitamin K. Ein Vorläufer von Vitamin K, das Menadion, wurde früher als Supplement bei Säuglingen eingesetzt und ist bereits in geringen Mengen toxisch. Es verursacht Anämie (Blutarmut) und Ikterus (Gelbsucht) und sollte in der Therapie heute nicht mehr in dieser Form eingesetzt werden.