Protein und Proteinpräparate - ein Überblick


Proteine sind die wichtigsten Makronährstoffe für den Aufbau der Muskulatur. Die gängigen Ernährungsvorschläge im Bereich Sport und Protein (Eiweiss) gehen aber teilweise in die falsche Richtung. Während oft von Kohlenhydraten abgeraten wird, empfiehlt man Sportlern eine um so höhere Aufnahme von Proteinen. Es stellt sich zwischenzeitlich immer wieder heraus, dass ein zu hoher Proteinanteil mehr Probleme verursachen kann, als die kurzkettigen Kohlenhydrate (Zucker, resp. in der Regel Nahrungsmittel mit einem hohen glykämischen Index (GI)*.

 

Eiweiss-Shakes bestehen aus Eiweissquellen, die in wesentlich konzentrierterer Form vorliegen als dies bei natürlichen Lebensmitteln der Fall ist. Somit ist eine Überdosierung schnell erreicht, vor allem wenn das Eiweiss als Einzelsubstanz gegeben wird. Daraus kann sich eine Unverträglichkeit (Allergie Typ 3) entwickeln und es kann sogar zu einer Unterversorgung von wichtigen Nährstoffen kommen.

 

Eine konzentrierte Eiweisszufuhr, die ihren Zweck erfüllen soll, kann das nur im Zusammenspiel mit allen für den Eiweissstoffwechsel notwendigen Vitalstoffen tun. Gleichzeitig ist es von grosser Wichtigkeit, dass die Eiweissmoleküle zum entsprechenden individuellen Stoffwechseltyp des Menschen passen.  

 

Wenn Protein-Präparaten künstliche Süss-Stoffe, künstliche Vitamine, Konservierungsmittel usw. beigefügt werden, stellt das Produkt eine zusätzliche Belastung für den Organismus bzw. die Stoffwechselfunktionen dar.  

Noch immer ist die beste Voraussetzung die eigene Protein-Biosynthese. Diese Eiweissproduktion ist exakt auf den jeweiligen Körper perfekt zusammengestellt. 

Fördert man also eine gesunde Homöostase stimmt auch die Proteinzusammensetzung. 

* Mittels des glykämischen Index (GI), (teilweise wird dafür auch die Bezeichnung  "Glyx" verwendet), bestimmt man die Wirkung eines Lebensmittels auf den Blutzuckerspiegel. Je höher der Wert ist, desto höher/schneller steigt der Blutzuckerspiegel an und desto schneller stellt sich infolge markanter Ausschüttung von Insulin unter anderem eine sogenannte "Unterzuckerung" ein.