Information über die Säure-Basen-Regulation in unserem Organismus. Mal sauer mal basisch. Der Unterschied für die Gesundheit.


Information über die Säure-Basen-Regulation in unserem Organismus.
Mal sauer mal basisch. Der Unterschied für die Gesundheit.

 

Wir brauchen Säuren genauso wie Basen. Ohne Säure (Protonen) kein Leben. Allerdings zu sauer oder zu basisch am falschen Ort macht uns krank. Für die biochemischen Prozesse im Körper ist das Säure-Basen-Gleichgewicht lebenswichtig.

pH-Skala von Salzsäure bis Bicarbonat

Definition: Säuren sind chemische Verbindungen, die sogenannte Protonen abgeben. Diese lagern sich zum Beispiel an ein Wassermolekül an. Dadurch entsteht eine Lösung mit einem niedrigen pH-Wert (sauer).
Basen (die Gegenpole zu Säuren) sind chemische Verbindungen, die mit Säuren reagieren und dadurch die Säuren neutralisieren. In wässriger Lösung spalten Basen Hydroxid-Ionen ab, der pH-Wert ist hoch.
(p = Proton, H = Hydroxyd = pH) Je tiefer der pH-Wert, desto saurer

Alle Organe haben ihre spezifischen pH-Werte. Der Magen hat einen pH-Wert von 1.5 und ist somit sehr sauer. Die Bauchspeicheldrüse hat einen basischen pH-Wert von 8.0 und neutralisiert den sauren Speisebrei vom Magen. Diese Regulationsmechanismen gehen bis in die Zellen. Der Zellzwischenraum (Bindegewebe/ Matrix) hat einen pH-Wert von 7.08 – 7.29 und die Zelle selbst hat in ihrem Innenraum einen pH-Wert von 6.7 – 6.9. Diese sogenannten pH-Gradienten (Unterschiede) beeinflussen direkt die Funktionsfähigkeit der entsprechenden Organe und Zellen in einem stabilen Säure-Basen-Gleichgewicht. Damit ein Milieu stabil bleibt, hat der Körper sehr unterschiedliche Regelmechanismen.


Einerseits werden sehr dynamische Prozesse mit unterschiedlichen Mineralstoffen vom Stoffwechsel sehr schnell ausgeglichen (gepuffert) und anderseits hat es geschlossene “Puffer-Systeme“, die eine Verschiebung des pH-Wertes nicht so leicht zulassen. Wie ein intaktes Biotop, das auch nicht einfach übersäuert, weil der dominante Anteil es sofort ausgleicht.


Damit die Organe bis zur Zelle die pH-Werte steuern und ausgleichen können, braucht der Organismus eine regelmässige Zufuhr von bioaktiven Nährstoffen, die Eiweiße, Faserstoffe, bestimmte Fettstoffe, Mineralstoffe und Polyphenole (pflanzliche Wirkstoffe, die die Organe positiv beeinflussen) enthalten.
In Kurzform: Eine ausgewogene, möglichst biologische, naturbelassene Ernährung.


Kurzfristige geringfügige pH-Wert-Veränderungen werden leicht von einem gesunden Stoffwechsel korrigiert. Hingegen bringen Dauerbelastungen, wie längere falsche Ernährung, Krankheiten, Umweltgifte und regelmässige Einnahme von Medikamenten, dieses diffizile Milieu durcheinander und eine negative Entwicklung nimmt ihren Lauf.
Genau genommen entsteht durch die Veränderung der Dauerbelastung ein neues Milieu - ein Optimum für Fehlentwicklungen. Ein idealer Zustand für andere Keime, Bakterien, Pilze und viele weitere Substanzen. Nur diese „Neuansiedlung“ passt nicht zum gesunden Körper.
Ähnlich wie ein Biotop, das nun durch zu viel Stickstoff einen idealen Boden für Algen entwickelt. Wie bei diesem Biotop können wir von außen durch Ernährungs- und Lebensweise den Säure-Basen-Haushalt beeinflussen - im negativen, wie auch im positiven Sinn.


Belastungsfaktoren, wie übermäßiger Sport, Medikamenteneinnahme oder Stress bringen den Säure-Basen-Haushalt aus dem Gleichgewicht. Damit keine ungeeignete, schädigende pH-Wert- Dominanz in unserem Organismus entsteht, muss für einen Ausgleich gesorgt werden.


Das pH-Milieu kann einen Prozess fördern oder verhindern – damit er überhaupt reagiert, bedarf es eines pH-Optimums. Auch eingenommene Nährstoffe und sogar Medikamente können ihre Wirkung erst entfalten, wenn das pH-Milieu passt. So brauchen z.B. auch Antioxidantien ihr pH-Optimum.
(Antioxidantien = Radikalfänger, die freie Radikale neutralisieren, freie Radikale sind hochaktive Substanzen, die unsere Zellen zerstören können).


Ein Ungleichgewicht des Säure-Basen-Haushalts kann zu weiteren Fehlfunktionen führen:


• Veränderung der mitochondrialen Energiegewinnung zu vermehrter        

  Milchsäurebildung.
• Erhöhte Tendenz zu entzündungsfördernde Prozesse im Organismus
• Rheumatische Prozesse (Rheuma)
• Pilzinfektionen  (Candida albicans)
• Bakteriologische Magen- Belastung (Helicobacter pylori)
• Erhöhte Tendenz zu Herpes Zoster (Gürtelrose) Aphten, bis zur Mundfäule
• Dermatologische Erkrankungen (Psoriasis,Neurodermitis, trockene Haut,

  Akne)
• Muskelkrämpfe, erhöhte Verletzungsgefahr
• Krebs
• Autoimmunerkrankungen