Adaptogen


„Ein intelligentes vielseitiges unverzichtbares Naturtalent“

Der Ursprung der  Bezeichnung und die Forschung
Vater der Adaptogene

Der Pharmakologe Nicolai Lazarev war davon überzeugt,  dass es  Wirkstoffe gibt,  welche dem menschlichen Organismus helfen, mit Stresssituationen besser umgehen zu können. Seine Forschung konzentrierte sich auf Dibazol mit dem Wirkstoff Bendazol  und verwandte Verbindungen und er entdeckte  tatsächlich eine regulierende Wirkung auf den Körper. Er nannte diese Wirkstoffe Adaptogene, da sie auf die Regelkreise des Organismus regulierende Eigenschaften aufwiesen und der Körper durch sie eine Art „Super-Resistenz“ gegen Stress entwickelte. [1, 2, 3,6]

Dr. Israel I. Brekhman ein ehemaliger Schüler von Lazarev nahm sich dieser These an und war der erste Wissenschaftler, der eine umfassende Forschung damit begann. Er war allerdings davon überzeugt, dass es  in Pflanzen oder Kräutern umfangreichere Adaptogene gibt. Klinische Studien belegten tatsächlich, dass einige seltene Pflanzen/ Kräuter diese Eigenschaften besitzen.
Daraufhin  erstellte Dr. Israel I. Brekhman tausende von Studien, um die spezifischen Eigenschaften zu messen und erfasste diese akribisch. Er gilt als „Vater der Adaptogene“. [4, 5]

Wirkungsweise
Zusammenfassend ergaben diese Studien:
Adaptogene verändern biochemische und anatomische Reaktionsphasen unter Stress. Folgeschäden durch Stress traten unter Verabreichung von Adaptogene nicht auf. [5]

Adaptogene erhöhen gezielt die Widerstandskraft  gegen Stressfaktoren, wobei  naturbelassende botanische Pflanzen die Wirkungsweise bedeutend besser harmonisieren  können.
Adaptogene haben auf biochemischer und zellulärer Ebene bei  einer normalen Belastung keine adaptogene Wirkung. Ihre Wirkung setzt tatsächlich erst bei erhöhten Stresssituationen ein. [5]

Adaptogene arbeiten auf physiologischer, zellulärer, biochemischer und psychischer Ebene.
Zellen, welche mit Adaptogene behandelt wurden, erhöhen die Bio-Proteinsynthese und die DNA- Replikation.

Adaptogen haben eine starke antioxidative Wirkung. [5]

Aglykonen der Pflanzen beeinflussen maßgeblich die  Adaptogenwirkung , wobei eine adaptogene Wirkung je nach Zusammensetzung unterschiedlich stark ist.  [7]

Dr. Israel I. Brekhman erstellte dann drei Kriterien, die ein Adaptogen von anderen tonisierenden Pflanzendrogen klar unterscheidet.

1.    Ein Adaptogen sollte für den Körper auch langfristig eingenommen

       vollkommen unschädlich sein und ein breites Therapeutikum sein, dass bei 

       einer normalen oder minimal verändertern  Körperfunktion keine adaptogene

       Wirkung zeigt, hingegen die adaptogene Wirkung bei entsprechender

       Herausforderung (z.B. Stresssituation) voll entfaltet.
2.    Ein Adaptogen steigert spezifisch die Widerstandskraft gegen erhöhte

       Einflüsse eines extrem breiten Spektrums von physikalischen, chemischen

       und biologischen Faktoren.
3.    Die Anpassungsfähigkeit eines Adaptogen soll eine normalisierende  Wirkung,

       unabhängig von der Richtung einer pathologischen  Veränderung haben. [5]

Definition Adaptogene
Ein Adaptogen ist eine biologische, biodynamische  komplexe Zusammensetzung von Nährstoffen und Vitalstoffen in EINER PLANZE, die die  Widerstandskraft  unseres Organismus gegen negative biologische, chemische oder physikalische Faktoren gezielt erhöht.

Ein Adaptogen ist niemals eine Einzelsubstanz, alle enthaltenen Nährstoffmoleküle ergänzen oder katalysieren sich. Nur in der ganzheitlichen Komplexität funktionieren die dynamischen Prozesse.
Je vielfältiger die Zusammensetzung  in einem biologischen Nährstoff ist, desto wirkungsvoller wirkt es als Adaptogen.

Vollwertige Adaptogene gibt es nur selten; in etwa nur einmal unter 800 essbaren Pflanzen.

Ein vollwertiges Adaptogen enthält:
Eiweiss, Fett, Kohlenhydrate,
Vitamine, Mineralstoffen, Spurenelemente
Sekundäre Pflanzenstoffe, Polyphenole, Antioxidantien, Faserstoffe und Katalysatoren

Essen wir also regional, saisonal und vor allem biologisch führen wir unserem Körper durch die Komplexität alle notwendigen Nährstoffe für eine gesunde Lebensweise zu. Doch nicht jede Nährstoffzusammensetzung  hat in sich die Komplexität, die man als Adaptogen bezeichnen könnte.

Ein vollwertiges Adaptogen enthält die oben genannte komplexe Zusammensetzung in einer Weise, die ein Zusammenspiel oder Agilität erst ermöglicht.

Beispielsweise Vitamin C von einer Orange und Vitamin C von einer Acerola Kirsche unterscheidet sich nicht nur in der Menge von je 100 Gramm Frucht, sondern in der spezifischen Wirkungsweise. Je nach Zusammensetzung der Frucht wird das Vitamin von uns etwas anders verstoffwechselt. Daher ist eine abwechslungsreiche Biokost für einen gesunden Stoffwechsel  unabdingbar  und extrem wichtig.

Diese Prozesse sind ein Schloss-Schlüssel Prinzip. Erst wenn der Schlüssel zum passenden Schloss stimmt, kann etwas erreicht werden.
So wie  in einem Hotel mit hunderten von Zimmern. Nur der Gast mit dem passenden Schlüssel kann sein zugewiesenes Zimmer öffnen.
Ein Adaptogen ist aber ein Universal – Schlüssel. Auf diese Weise kann z.B. die Belegschaft vom Hotel schnell und agil ohne Umschweife jedes Zimmer öffnen.

Für unseren Stoffwechsel ist das sehr ähnlich.

Was bewirkt ein vollwertiges Adaptogen in unserem Körper
Dazu das Beispiel der Bio-Proteinsynthese, weil die diversen Eiweissbausteine das Leben an sich definiert und ein Adaptogen die Bio-Proteinsynthese so wie DNA –  Replikation steigert. Eiweissbausteine bestimmen nicht nur wie unser Körper sich aufbaut, sondern auch unser Immunsystem, unsere Hormone, unser enzymatisches (Auf- und Abbauprozesse) System, unsere Genetik und epigenetische Abläufe.

Führen wir sämtliche essentiellen (notwendigen) Aminosäuren unserem Körper zu, so bleiben diese doch nur Einzelbaustausteine, die es nun gilt, in unserem Organismus zu funktionierenden Eiweiss-bausteinen aufzubauen. Doch unsere Zellstruktur besteht niemals nur aus Eiweissbausteinen.  Jeder Baustein in einem lebendigen Organismus besteht aus komplexen Zusammensetzungen, wie Eiweiss-Zucker-Fettverbindung. Das heisst, alleine schon die Bio-Proteinsynthese im Körper bedingt unzählige Auf- und Abbauprozesse, bis dann endlich eine nutzbare Substanz entsteht.

Für die diversen Prozesse braucht es Energie und ein passendes Milieu.

Einzelsubstanzen ohne die passenden Begleitstoffe  scheitern recht schnell daran, weil sie bei einer nur geringen Veränderung des Milieus ihren Prozess stoppen oder sogar gleich wieder zerstört werden. Auch künstliche Vitalstoffe ergänzen sich nicht sehr agil oder möglicherweise gar nicht oder behindern sich sogar gegenseitig. 
Wenn wir also unserem Körper vollwertige Eiweisse mit allen enthaltenen Begleitstoffen (biologisches Naturprodukt) zuführen, dann werden nur gewisse Aminosäuren davon abgespalten und einzeln verwendet. Viele Eiweissfraktionen werden nur bis zur einer bestimmen Kettenlänge abgebaut, so dass langkettige, mittelkettige oder kurzkettige Proteine entstehen, die weiter verwendet werden können.

Ohne die Komplexität der verschieden Eiweissteile ist eine Protein-Biosynthese fast unmöglich. Für bestimmte Auf- und Abbauprozesse benötigt der Körper bereits komplexe Eiweisskörper, die je nach Milieu aktiviert oder deaktiviert werden und  bei einem erneuten Milieuwechsel wieder umgeschaltet werden können (enzymatische Abläufe).

Ist nun die Nährstoffzufuhr z.B. durch denaturierte Nahrungsmittel oder künstlich zusammengestellten Aminosäurenkomplex unvollständig, so muss der Organismus aus der eigenen Reserve die zusätzlichen Moleküle liefern und mühsam aufbauen – eine fatale Kompromisslösung. Denn die Verlustrate ist dabei immens hoch, weil durch das Milieu viele Prozesse bereits im Vorfeld zerstört werden, es kommt zu zellulären Stresssituationen und langfristig zu Defiziten.

Vollständige Adaptogene (Anpassungsmolekül-Komplex) liefern sämtliche Bausteine auf einmal, reagieren extrem agil und entlasten unseren Organismus. Damit ist eine Anpassung kompromisslos möglich und hält das Leben in einer gesunden Balance.

Eine biologische, saisonale und regionale Ernährungsweise, angereichert mit diversen biologischen Kräutern und Gewürze liefert  also nicht nur sämtliche Makro- und Mikronährstoffe für ein gesundes Leben sondern auch Adaptogene mit unterschiedlicher Vollwertigkeit.

Adaptogene eine Schlüsselfunktion der Prävention und Verbesserung des Stoffwechsels

1.    Steigerung der Bio-Proteinsynthese und DNA-Replikation
2.    Steigerung der Antikörperbildung bei Immunisierung
3.    Steigerung der Enzymsynthese durch allgemeine Hormonstimulation
4.    Verbesserung der mentalen Leistungsfähigkeit
5.    Steigerung der körperlichen Leistungsfähigkeit im Bewegungsapparat und

       Ausdauer
6.    Antioxidative Wirkung, respektive Reduzierung freier Radikale
7.    Verbesserung des Sehvermögens, der Farbwahrnehmung, des Hörens und 

       Gleichgewichtssinns
8.    Positive Auswirkung auf das Herz-Kreislauf-System und die Atmungskette
9.    Anti – Aging
10.    Steigerung der Widerstandskraft auf Stressfaktoren wie Gifte, Unterkühlung,

         Überhitzung, veränderter Luftdruck, UV-Strahlen und Überanstrengungen  

         durch exzessiven Stress.



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Referenzliste für das Adaptogen Konzept

[1]  Lazarev, NV. VII Vsesojuzniy s'ezd fiziologox, biokhimikov ich farmakologov 1947 (7. alle Gewerkschaftskongress der Physiologie, Biochemie, Pharmakologie).

P. 579. Medgiz Moskau.
[2]  Lazarev, NV. Farmacol.Toxicol (1958) 21, 3, 81-86.
[3]  Lazarev NV, Ljublina E, M. Rozin Patol.Fiziol.Eksperim.Terapia (1959). 3, 4, 16-21.
[4]  Brekhman, II. Mann und Biologisch aktive Substanzen. Acad.Sci.USSR. Leningrad. (1966)  Mann und Biologisch aktive Substanzen. Die Wirkung von Drogen, Ernährung und Umweltverschmutzung auf Gesundheit. Pergamon Press. New York. Jahr 1980. P. 58.
[5]  Brekhman, II und Dardymov, IV. Neue Substanzen pflanzlichen Ursprungs, die unspezifische erhöhen  Beständigkeit. Annual Review of Pharmacology. 1969.Volume 9. S. 410-426.
[6]  Selye, Hans. Die Physiologie und Pathologie der Exposition gegenüber Stress. Eine Abhandlung auf der Grundlage der  Konzepte der allgemeine Anpassung Syndrom und der Krankheit der Anpassung. Acta Inc.  Medical Publishers. 1950. S. 55-60.
[7]  Brekhman, II und Dardymov, IV. Pharmakologische Untersuchung der Glykoside aus
Ginseng und Eleutherococcus. II Lloydia, im März 1969. Band 32, Nummer 1. S. 46-51.